Friedrichstadt Palast Show meIch bin noch ganz überwältigt von dieser Show, die ich vor kurzem sah. Eine so perfekte Inszenierung von Fantasie, Illusion und Akrobatik habe ich bisher noch nicht gesehen. Und ich habe schon vieles gesehen. Wenn ich beschreiben will wie unglaublich fantastisch „Show me“ war, müsste ich mehrere Dinge vereinen. Eine Show im Ceasars Palace in Las Vegas, Cirque du soleil und Flic Flak vereint mit ein paar wundervollen Träumen, könnten in etwa das beschreiben was dieses Event darstellt. Mit etwa 9 Mio. Euro ist es nach Aussage des Friedrichstadt Palast das teuerste Event, das jemals auf dieser weltweit größten Theaterbühne stattfand.

Als ich die Karten kaufte wusste ich nicht was mich erwartet. Der Friedrichstadt Palast in Berlin steht aber für gute Unterhaltung. So war mein erster Besuch 2010 zur Revue „Wintertraum“ ein sehr schönes Erlebnis. Aber es war absolut gar nichts zu dem was ich in „Show me“ bei meinem zweiten Besuch zu sehen bekam.

Am 18.10.2012 hatte „Show me“ Weltpremiere und am 20.10. saß ich also in der vierten Reihe.

Als die Show begann, öffnete sich nicht der Vorhang, sondern es begann mit einem Film. Die Kamera blickt senkrecht von oben auf das Meer. Ins Bild schwimmt ein kleines Boot, das von einem Mann gerudert wird. Er steht auf springt ins Wasser, taucht unter, das Boot verschwindet und die Kamera folgt dem Mann ins Wasser. In diesem Moment wird der Vorhang durch die Hintergrundbeleuchtung durchsichtig! Während am oberen Rand der Bühne der Wasserspiegel weiter schimmert, spielt sich hinter dem Vorhang eine Traumwelt in Zeitlupe ab. Der Ruderer taucht wie unsichtbar gehalten von der Decke auf eine Showtreppe hinab, auf der sich in Grautönen eine Show aus vergangenen Zeiten in Zeitlupe zu sanfter Musik bewegt. Männer mit Zylinderhut, Frauen mit glitzernden Kleidern. Dazu kam Showmusik, die den 20er Jahre Flair unterstreicht. Die Musik dreht langsam auf und ergießt sich in einer Mixtur aus Farbenspiel und Akrobatik als eine Truppe von jungen Tänzerinnen und Tänzern moderne Danceakrobatik auf die Bühne bringen. Beide Szenen vermischen sich und aus den alten und neuen Show-Träumen wird ein gigantisches Spektakel aus Rythmus und Melodie. Klassik, Show- und Popkultur werden vereint während der Vorhang sich hebt. Das war die Beschreibung der ersten zehn Minuten.

Die Bühnenbauten schweben während der gesamten Show durch die Luft und bilden eine perfekte 3D Illusion in der Diven, Breakdancer, Akrobaten, Showtänzer und vieles mehr ein gigantisches Showdown auf dieser Showbühne liefern. Ach ja… und über(!) der Showbühne, nämlich unter der Decke. Ohne Netz und ohne doppelten Boden und nur durch ihre Hände gehalten findet dort atemberaubende Akrobatik statt. Und natürlich auch „unter“ der Showbühne, denn der Friedrichstadtpalast ist eine der seltenen Showbühnen, die wohl alles technisch mögliche aufbieten können. Noch während auf der Bühne die Tänzerinnen ihr Bestes geben, versinkt ein Teil der Bühne in die Tiefe um gleich danach als Wasser gefüllter Pool und erotischem Wasserballett nach oben aufzutauchen. Ein anderes Mal ist es eine Arena aus Sand und wieder ein anderes Mal ein gigantischer Wasserfall der von der Decke herab fällt und … Nein, mehr will ich nicht verraten. Nur eines noch. Als Sänger führt Oscar Loya durch die Show, der 2009 mit Ditta von Teese Deutschland auf dem Eurovision Song Contest ESC vertrat. Es gab so unglaublich viele Highlights die man einfach gesehen haben muss.

Diese Show hat es verdient bekannt zu werden. Denn diese Show ist alles, aber bestimmt nicht nur eine „Revue“. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten. Wer sich komplett mitreißen läßt, wird von Gänsehaut bis hin zu „Pipi in den Augen“ dieses Spektakel der Gefühle selbst erleben können. Ich wünsche dieser Show und dem Friedrichstadt Palast den größt möglichen Erfolg. Mich beschleicht nur ein wenig die Angst, denn ich frage mich wie will der Friedrichstdt Palast diese Show noch jemals toppen? Und somit habe ich auch nur einen einzigen Kritikpunkt an „Show me“: Dass die Show nach 2 Stunden schon zuende war.

Trailer: http://www.show-palace.eu/de/shows/show-me/kuenstler/

Webseite: http://www.show-palace.eu/

22. Oktober 2012, 15:38 Uhr

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